17:00 - 19:00

Nisinman Erlich Trio .
Von Bach bis Piazzolla

Klassische Reihe . Nisinman Erlich Trio . Von Bach bis Piazzolla . Marcelo Nisinman (Bandoneon) . Nachum Erlich (Violine) . Miranda Erlich (Kontrabass)

Marcelo Nisinman
Marcelo Nisinman

Ein außerordentliches Trio tritt zum ersten Mal in dieser Besetzung in der Hemingway Lounge auf. Weltstars und hochkarätige Interpreten treffen hier zusammen. Der aus Buenos Aires stammende Virtuose, Marcello Nisinman, der in eigenen Werken eine bestechend zeitgemäße Musiksprache gefunden hat, spielt Bandoneon, eine Spielart des Akkordeons „mit komplizierten Zusammenhängen von Fingerknüpfen und Einzelnoten“. In Buenos Aires 1970 geboren, gehört er zu jenen Musikern und Komponisten, die aus dem Erbe des Tangos heraus neue musikalische Wege suchen und gefunden haben. International und bei großen Meistern ausgebildet – Bandoneon bei Julio Pane und dem Hindemith-Schüler Guillermo Graetzer und Komposition bei Detlev Müller-Siemens in Basel – blickt er auf eine umfangreiche Musikerkarriere und weltweite Bühnenauftritte zurück. In seinen Bandoneon-Solos sowie einer Vielfalt von Kompositionen für verschiedenste Musikformationen (Streichquartette, Kammer-Ensembles, symphonische Gruppen und Orchester) weckt diese vielschichtige, ironische und komplexe neue Tango-Musik tiefgehende Empfindungen und Erlebnisse: Vom meditativen In-sich-Betrachten bis zu einer äußeren Ekstase und starker Erregung. In seinen Darbietungen nutzt er sein Bandoneon voll aus, vom kaum hörbaren Pfeifen bis zum lauten und unbarmherzigen Clustersound. Auf seiner neuesten CD „Desvios“ gelingt ihm dabei eine unberechenbare Ensemble-Musik. Die CD vertont Texte von Carlos Trafic, spanischsprachige Sprecher schreien spitz und die Sänger singen gewaltige Opernarien. „Wer Bandoneon spielt sollte verrückt sein“ meinte Marcelo Nisinman und begeistert jedes Mal seine Zuhörer.

Nachum Erlich
Nachum Erlich

Als souveräner Virtuose, der dem einstigen Teufelsgeiger nacheifert, spielt der 1956 in Jerusalem geborene Nachum Erlich mit Leichtigkeit und Strahlkraft sein Instrument. Aus einer Musikerfamilie stammend, gab ihm sein Vater Moshe Erlich ersten Geigenunterricht. Es folgte eine internationale Ausbildung mit Stationen bei prominenten Musikern, er absolvierte Meisterkurse bei Nathan Milstein und Henryk Szeryng und später mehrfache Studien bei Prof. Steven Staryk in Seattle. Seine Laufbahn als Pädagoge begann Nachum Erlich als Dozent für Violine an der Sibelius Akademie in Helsinki und führt sie als Professur an der Hochschule für Musik Karlsruhe seit 1991 weiter. Weltweit pädagogisch tätig, unterstützt und fördert er seine Studenten, die in führenden Orchestern Europas und Übersee spielen oder selbst Professuren innehaben. Innerhalb seiner umfangreichen solistischen internationalen Tätigkeit arbeitet er mit weltweit renommierten Dirigenten wie Moshe Atzmon, Esa-Pekka Salonen, Rudolf Baumgartner u. v. a. Seine besondere Liebe gilt der Kammermusik, Auftritte mit vielen berühmten Partnern wie Kalle Randalu, Rudolf Meister, Julius Berger, Fany Solter, Hartmut Rohde, Wolfgang Meyer, um nur einige zu nennen, gehören zu seinen musikalischen Höhepunkten. Sein besonderes Interesse widmet er der Entdeckung und Interpretation selten gespielter Werke aller Epochen und besonders der Werke Max Regers. 2001 übernahm er die Leitung des Kammerorchesters der Hochschule für Musik Karlsruhe. Seit 2010 spielt er auf der Stradivari „Ludwig“ aus dem Jahre 1724, der sogenannten „Ex-Szigeti“, aus der Sammlung der L-Bank Baden-Württemberg!

Miranda Erlich
Miranda Erlich

Die jüngste des Trios ist Miranda Erich, Nachruhms Tochter. 1996 in Baden-Baden geboren, erhielt sie mit 10 Jahren ihren ersten Kontrabassunterricht bei France-Beaudry Wichmann, studierte an der HfM Karlsruhe in der Klasse von Alexandra Scott, wechselte 2017 nach Freiburg und führt die Musikertradition der Familie weiter. Orchestererfahrung sammelte Miranda Erlich in Konzerten mit dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg, im Young Generation Orchestra und im Baltic Sea Philharmonic. Weitere musikalische Einflüsse erhielt sie auf Meisterkursen bei Esko Laine und Klaus Stol. An diesem Abend ergänzt sie das Trio mit dem satten und tiefen Ton des Kontrabasses. Auf diese Premiere darf man sehr gespannt sein!

Eintritt: Regulär 20,- € . Mitglieder des Vereins KlangKunst e. V. 18,- € . Schüler/Studierende 10,- €

Tickets können Sie bei Reservix buchen.