19:30 - 22:00

„Jeu de cartes“
Michael Riessler .
Pierre Charial

Klassische Reihe . „Jeu de cartes“ . Michael Riessler (Bassklarinette & Saxofon) . Pierre Charial (Drehorgel) . Musik ist da, wo die Löcher in den Pappen sind…

Er gilt als Deutschlands führender Grenzgänger zwischen moderner Klassik und zeitgenössischem Jazz: Michael Riessler. Der 1957 in Ulm geborene Klarinettist, ausgezeichnet u. a. mit dem SWF-Jazzpreis, hat sich längst international etabliert und spielte mit Musikern solch unterschiedlicher Couleur wie John Cage, Steve Reich, Karl-Heinz Stockhausen, Carla Bley oder Zappa-Drummer Terry Bozzio. Auf internationalen Jazzfestivals wie Saalfelden, Berlin, Tokio oder Willisau gastierte er ebenso wie bei Festivals für Neue Musik, etwa bei den Donaueschinger Musiktagen, bei der Musikbiennale in Berlin oder dem Klangspurenfestival im österreichischen Schwaz. Für Filmemacher Edgar Reitz schrieb Michael Riessler die Musik zu „Heimat 3“, dem dritten Teil des filmischen Epos und zuletzt für dessen preisgekröntes 4-Stunden-Drama „Die andere Heimat“. Im Auftrag von ARTE und den Berliner Filmfestspielen vertonte er den Stummfilmklassiker „Hamlet“ (mit Asta Nielsen). Neben zahlreichen Auszeichnungen für seine Arbeiten erhielt Michael Riessler, der eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater in München innehat, den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und den Kulturstern der Münchner AZ für sein Projekt „Big Circle“. Seit vielen Jahren arbeitet Michael Riessler mit dem französischen Drehorgelspieler Pierre Charial zusammen, der seiner lochkartengesteuerten Orgel ein bizarres Feuerwerk von Klängen und Soundcollagen entlockt. Pierre Charial, von einem Kritiker einmal als Frankreichs größtes musikalische Geheimnis gewürdigt, hat nicht nur historische Werke für mechanische Musikinstrumente ausgegraben und neu interpretiert – etwa von Mozart oder Haydn, sondern auch zeitgenössische Musik von Ligeti oder Boulez eingespielt (die zum Teil eigens für ihn geschrieben wurden). Daneben arbeitete Pierre Charial, der seine musikalische Laufbahn als Oboist begann bevor er die Drehorgel entdeckte, zusammen mit Jazzmusikern wie Michel Portal, Jean-Louis Matinier, der Schweizer Pianistin Sylvie Courvoisier oder dem Frank Zappa-Drummer Terry Bozzio. Die vor einigen Jahren mit Michael Riessler und dem Trio di Clarone (Sabine Meyer, Wolfgang Meyer, Rainer Wehle) eingespielte CD „Paris Mécanique“ mit Musik aus dem Paris der 20er Jahre ist von zeitloser Eleganz und kommt nach wie vor national und international regelmäßig zur Aufführung. Pierre Charial, der in Südfrankreich lebt, spielt eine lochkartengesteuerte Drehorgel des Pariser Drehorgelbauers André Odin mit 42 Tasten, 114 Pfeifen und 3 Registern.

Eintritt: Regulär 20,- € . Mitglieder des Vereins KlangKunst e. V. 18,- € . Schüler/Studierende 10,- €

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