„Metropolis Paradise“ . Mareike Wiening Quintett

Konzerte am Abend . „Metropolis Paradise“ . Mareike Wiening Quintett feat. Rich Perry . Rich Pery (ts) . Glenn Zaleski (p) . Alex Goodman (g) . Johannes Felscher (b) . Mareike Wiening (comp & d)

Deutschland, Norwegen, Dänemark und die USA, das sind Mareike Wienings persönliche und musikalische Stationen. Diese beeinflussen nicht nur ihre originellen Kompositionen, sondern auch ihr als elegant-virtuos bezeichnetes Spiel. Dabei merkt man sofort, dass eine Schlagzeugerin für die Musik verantwortlich ist: Notenwerte werden geteilt, verzögert oder vorweggenommen, vertrackte Rhythmen erzeugen eine Spannung, die mit cleveren Basslines der Musik ihren einzigartigen Charakter verleiht. Das Resultat ist ein außergewöhnliches Programm „mit einer modulierenden harmonischen Sprache und einem vorwärtstreibenden Groove. Die Musik ist teils kammermusikalischer Jazz, teils intensiv rockig, teils frei improvisiert“. (The New York Times). 1987 in Erlangen geboren, studierte Mareike Wiening Jazz-Schlagzeug an den Musikhochschulen in Mannheim und Kopenhagen. 2012 ist sie als DAAD Stipendiatin nach New York gezogen, um ihren Master an der New York University zu absolvieren.

Mareike Wiening
Mareike Wiening

Sie spielte mit Musikern wie John Zorn, Fabian Almazan, Dayna Stephens, Johannes Enders und Rainer Böhm. „Metropolis Paradise“ ist Mareike Wienings Aufenthalt in New York gewidmet. „New York ist in jeder Hinsicht eine intensive Stadt. In dieser Metropole gibt es alles, was das Herz eines Jazzmusikers begehrt. Auf den ersten Blick ist es das reinste Paradies aber wie so oft gibt es auch seine Schattenseiten. New York ist sehr schnelllebig, oft geht es einfach nur ums Überleben. Aber es birgt auch viele positive Herausforderungen, Reize und unendliche Möglichkeiten. Dadurch kann leicht eine Art Hassliebe entstehen, der man entweder verfällt oder nicht. Das möchte ich mit dem Album „Metropolis Paradise“ zum Ausdruck bringen“, erklärt Wiening. Dazu kommt eine Band aus fünf Ausnahmemusikern, die zu einer Einheit verschmelzen und keinen Halt vor spontanen musikalischen Experimenten machen. Alle Mitspieler sind als Solisten und als Bandmitglieder wegweisend. Sie zählen zu den Besten ihres Fachs und gehören zur Spitze des Jazz in New York. Der Tenorsaxophonist Rich Perry ist Gründungsmitglied des Thad Jones/Mel Lewis Orchestra, das heutige Village Vanguard Orchestra, in dem er immer noch mitwirkt.

Rich Perry
Rich Perry

Er spielt außerdem mit dem Glenn Miller Orchestra, Joe Henderson Bigband und vielen anderen Berühmtheiten der Jazzszene. Perry ist Mitglied im Maria Schneider Orchestra und unterrichtet an der New York Unversity, Manhattan School Of Music und William Patterson University. Der Pianist Glenn Zaleski ist Stipendiat des Brubeck Instituts in Kalifornien, Semi-Finalist des Thelonious Monk Wettbewerbs und Finalist des Cole Porter Fellwoship in Jazz. In Publikationen wie Down Beat, JazzTimes und The New York Times bekam er positive Kritiken. Alex Goodman ist Sieger des ersten Preises und des Publikumspreises auf dem Montreux Jazzfest 2014 in der Kategorie „Internationale Gitarrenkonkurrenz“. 2013 wurde seine CD „Bridges“ für den JUNO, Kanadas höchste Musikehre, als Zeitgenössisches Jazzalbum des Jahres nominiert.

Mareike Wiening Quintett
Mareike Wiening Quintett

Seinen Master of Music absolvierte er an der Manhattan School Of Music. Der 1983 in Nürnberg geborene Johannes Felscher studierte Jazz-Kontrabass an den Musikhochschulen in Würzburg, Stuttgart und Amsterdam bevor er für den Master Studiengang an der Manhattan School of Music nach New York gezogen ist. Als Bassist arbeitet er in New York auch als Toningenieur und Videographer. Aktuell spielt er in den Bands von Paul Jones, Nuf Said und Progger. Als letzte Produktion des berühmten Systems Two Studios in Brooklyn, das am 23. Juni 2018 für immer seine Türen geschlossen hat, wurde das Album „Metropolis Paradise“ am 21. Und 22. Juni aufgenommen. Seit knapp 45 Jahren wurden dort jährlich die besten Jazz CDs produziert und aufgenommen, mehrere davon gewannen Grammys. Mit „Metropolis Paradise“ wird der musikalische Dialog zwischen Solist und Begleitung, als weiteres Merkmal der Band hörbar: Das Geben und Nehmen, die emotionale Reaktion oder die kreativen und ungeahnten Überraschungen, die durch Spontaneität und aus dem Moment heraus entstehen.

Eintritt: Regulär 20,- € . Mitglieder des Vereins KlangKunst e. V. 18,-
€ . Schüler/Studierende 10,- €

Tickets können Sie bei Reservix buchen.