Musik-Plauderei . „Singen, Zwitschern, Tirilieren …“

Musik-Plauderei . Mit Hans Hachmann . Artur Bossert NABU KA . „Singen, Zwitschern, Tirilieren – Vogelstimmen in der Musik“ . Wei-Chung Chen (Violine) . Ieva Dudaite (Klavier)

Was beherrschen sie nicht alles an musikalischen Äußerungsformen, unsere gefiederten Freunde – vom Adler bis zur Zwergschnepfe? – Wobei es sich die Vogelkundler mit der Umsetzung in sog. Schallwörter keineswegs einfach machen, siehe etwa das „quähg gegegeg“ der Stockente, das balzende „gigigigigigi“ des Habichts oder das „Quark ok“ der Krähe … Derartige Laute bzw. ihre Produzenten haben Komponisten aller Zeiten inspiriert, von Wagners „wonnigen Lallern“ im „Siegfried“ beispielsweise, Beethovens „Vögel am Bach“ in der „Pastorale“ über die „diebische Elster“ bei Rossini, den „Feuervogel“ bei Strawinsky und die „Waldtaube“ bei Dvorak. Manche anscheinend besonders gut in Musik zu setzende Vögel erfreuten sich sogar „Mehrfach-Vertonungen“, wie Nachtigall, Kuckuck, Huhn und Wachtel! Olivier Messiaen, der angeblich 700 Vögel anhand ihrer Rufe unterscheiden konnte, hielt sie „für die größten Künstler unter den Lebewesen“.

Hans Hachmann
Hans Hachmann

Der ehemalige SWR2-Musikredakteur Hans Hachmann versucht im Gespräch mit Artur Bossert, Zweiter Vorsitzender des Naturschutzbundes NABU, Kreisverbandes Karlsruhe e. V., dem wunderbaren Kosmos dieser Laute, Rufe, Töne und Geräusche nachzuspüren. Von Lina Hähnle 1899 als „Bund für Vogelschutz“ gegründet, ist der heutige NABU, unter dem Motto „Gemeinsam für Mensch und Natur“, der älteste und mit seinen über 700.000 Mitgliedern und Förderern auch der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Live Musikbeispiele bringen Ieva Dudaite am Klavier und Wei-Chung Chen an der Geige. Die in Litauen geborene junge Pianistin Ieva Dudaite ist eine der prominentesten ihres Landes. Als Absolventin der Hochschule für Musik in Karlsruhe hat sie schon eine lange Liste von Konzertauftreten in den Niederlanden, Italien, Mexiko Tschechische Republik und Deutschland nachzuweisen. Ihr Repertoire ist umfangreich und reicht von Barock bis zur Musik des 21. Jahrhunderts. Durch ihre hervorragende Leistung ist sie Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Eines ihrer großen Wünsche ist, die litauische Musik über die Grenzen ihres Landes bekannter zu machen und in die Programme der Konzerte einzubringen.

Wei-Chung Chen
Wei-Chung Chen

Der junge Violinist Wei-Chung Chen, 1992 in Changhua/Taiwan geboren, erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von acht Jahren. Nach Studienjahren in seiner Heimat, wechselte er 2012 an der Hochschule für Musik Karlsruhe und studiert bei Prof. Nachum Erlich. Nach seinem Bachelor-Abschluss 2016 hat Wei-Chung Chen sein Masterstudium begonnen und erhält zusätzlich seit 2018 Privatunterricht bei Prof. Ulf Hoelscher. Er ist als Solist und in Kammermusikalischen Ensembles tätig und konzertiert viel innerhalb und außerhalb der Hochschule. Seit 2013 ist er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Wei-Chung Chen ist mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Dank einer Leihgabe der Chi-Mei Stiftung aus Taiwan spielt er seit 2017 auf der Januarius Gagliano Geige aus dem Jahr 1743. „Singen, Zwitschern, Tirilieren“ ist mit Sicherheit ein wahres Vergnügen!

Eintritt: Regulär 5 Euro . Keine Ermäßigung
Tickets können Sie bei Reservix buchen.