Am Anfang stand...

© Jürgen Schurr
Das musikalische Herz der Hemingway Lounge:
Wolfgang Meyer (links) und Peter Lehel (Mitte)

…die Idee. Von Wolfgang Meyer und Christiane Domino. Peter Lehel kam dazu. Musik von hoher Qualität in entspannter Atmosphäre sollte es sein. In der Hemingway Lounge haben sie es umgesetzt. Inzwischen hat der Erfolg viele Kinder. Zu Recht. Überzeugen Sie sich!

Wir über uns

Ganz in der Nähe des Gutenbergplatzes haben Ende Oktober 2008 Wolfgang Meyer, damals Professor für Klarinette an der Hochschule für Musik Karlsruhe und Christiane Domino mit der Hemingway Lounge in der Uhlandstraße einen kleinen, aber feinen Platz für Lebensart und Klangkunst gegründet. Aufmerksam auf den clubähnlichen Raum mit heller Holztäfelung an den Wänden wurden sie durch einen Freund, der mit seiner liebevoll ausgewählten Dekoration der Lounge ihr stimmungsvolles Gesicht verlieh. Das Musiklokal mit über 70 Sitzplätzen an kleinen Tischen und an der Bar verfügt über einen 100 Jahre alten Blüthner-Konzertflügel. Von Anfang an war ein ausgesuchtes Musikprogramm mit dem Schwerpunkt Jazz und gelegentlichen klassischen Konzerten geboten.

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Wolfgang Meyer

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Christiane Domino

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Peter Lehel

Bei den häufig ausverkauften Veranstaltungen sitzen die Gäste eng beieinander und genießen wortwörtlich Live-Konzerte „zum Anfassen“. denn die Musiker*innen spielen nur einen Schritt von den Tischen entfernt. So entsteht ein unverwechselbares Musikerlebnis! Neben dem Abendprogramm eröffnete die Lounge jeden Samstag(vor)mittag zur besten Marktzeit zwischen 11:00 Uhr und 14:30 Uhr bei freiem Eintritt mit dem „jazz & classic market“ jungen Nachwuchstalenten (und alten Musikhasen) ein Podium für ihre Auftritte. Kurze Musik-Sequenzen wechseln mit Pausen zugunsten der Soli für Kaffeemaschine und der Unterhaltung der Gäste. Ein Kommen und Gehen belebt die Szene. Mit einem Obolus in den an der Tür aufgestellten „Hut“ wird das Gefallen der Live-Darbietungen erkenntlich.

Die Hemingway Lounge blickt mittlerweile auf über zehn konzertreiche Jahre zurück. Bis Mitte 2015 war die von der Sparda-Bank Baden-Württemberg geförderte monatliche Reihe des Vereins „Sparda JazzAround @ Hemingway Lounge“ ein fester Bestandteil des Hauses und hat hochrangige Jazzmusiker wie Michael Riessler, Richie Beirach, Kalman Olah, Tony Lakatos, Jonas Burgwinkel oder Max Greger jun. in die Lounge geführt.

Schwerpunkt des Programms in der Hemingway Lounge sind die Jazz-Konzerte am Abend mit knapp 50 hochkarätigen Veranstaltungen im Jahr. Peter Lehels konsequentes Engagement Jazzmusiker*innen von Rang in die Hemingway Lounge bringen, ist die Aufnahme 2016 der Spielstätte in den Jazzverband Baden-Württemberg zu verdanken. Ebenso zeichnet er für das Booking der beliebten Reihe. Damit haben renommierte internationale (Jazz)Musiker*innen und namhafte Künstler*innen aus der Region den Weg in die Hemingway Lounge gefunden: Ernie Watts, Jim Snidero, Rick Margitza, Joel Frahm, David Liebman, Peter Weniger, Alexander von Hagke, Karolina Strassmayer, Don Menza, Gabor Bolla, Roman Schwaller, Eric Alexander, Wolfgang Engstfeld, Paul Heller, Tony Lakatos, Lajos Dudas, Claudio Puntin, Steffen Schorn, Roger Hanschel, Alexandra Lehmler, Sandie Kuhn, Bernd Konrad, Klaus Graf, Andy Maile, Olaf Schönborn, Christian Steuber, Pirmin Ullrich, Kálmán Oláh, Thilo Wagner, Olaf Polziehn, Johannes Mössinger, Rainer Böhm, Anke Helfrich, Paul Schwarz, Martin Sasse, Kristjan Randalu, Gee Hye Lee, Andreas Kissenbeck, Andi Erchinger, Peter Schindler, Bodek Janke, Thomas Siffling, Peter Protschka, Axel Schlosser, Thomas Stabenow, Henning Sieverts, Axel Kühn, Jens Loh, Mario Gonzi, Bernd Reiter, Matthias Daneck, Christian Huber, Marcel Gustke, Jonas Burgwinkel, Obi Jenne, Erwin Ditzner, Norbert Nagel, Matthias Dörsam, Ulisses Rocha, Howard Levy, Michael Riessler, Pierre Charial, Gregor Hübner, Veit Hübner, Richie Beirach, Uwe Kropinski, Christoph Neuhaus, Norbert Gottschalk, Sandie Wollasch, Sarah Lipfert, Liv Solveig, Viviane de Farias, Thomas Jehle, Reiner Ziegler u. v. a.

Das „Quartet in Residence“ ist das „alte“ Peter Lehel Quartet mit Ull Möck, Mini Schulz, Dieter Schumacher und vielen Gastmusikern. Das „New Peter Lehel Quartet“ startet September 2019 in neuer Besetzung mit Ull Möck an den Tasten, dem E-Bassisten Dirk Blümlein und dem Schlagwerker Christian Huber. Peter Lehels Konzertreihen in der Hemingway Lounge, wie „Jazz Wanted“, „Jazz History“ oder „Chamber Jazz“ sind berühmt und oft lange vor dem Termin ausverkauft.

Mit dem Carmina Quartett, dem Ensemble Chabot, dem Eisler Quartett oder Trio di Clarone mit Sabine Meyer, Heinrich Höll, Kalle Randalu  u. v. a. finden einmal monatlich klassische Konzerte in der Lounge statt, bei denen die Gäste die Möglichkeiten haben, auch Musiker der Weltklasse in einer ungewohnten Nähe sehen und hören zu können.

Am Donnerstagabend kamen die beliebten BarJazz live „Zarte Töne“ hinzu, ergänzt durch Ullrich Eidenmüllers Kult-Talk „music, life et cetera.„. Seit April 2016 hat nun der Verein KlangKunst in der Hemingway Lounge e. V. die Geschicke der Hemingway Lounge übernommen und die Programmstruktur in der Lounge wurde um einige Formateopera on tap„, „Musik und Wort“ und „Europa heute„, „Volkslied 4.0“, „Herbie’ special“ u.a. erweitert.

Zum Hörgenuss gesellt sich auch der Gaumengenuss, der von Herbert „Herbie“ Leis und seinem Team eine kleine aber feine Karte mit edlen Weinen, old-fashioned Cocktails und Longdrinks sowie ein kleines Angebot an Speisen empfiehlt. So ist Hemingway Lounge ein schöner Ort zum Genießen und Verweilen.

Zehn Jahre Hemingway Lounge 2008 - 2018

Begonnen haben Prof. Wolfgang Meyer und Christiane Domino am 30. Oktober 2008 mit gelegentlichen Konzerten am Abend und dem von Anfang an regelmäßigen Format „jazz & classic market“ an Samstag(vor)mittagen. Vor allem die Musik zur besten Marktzeit und die damit verbundenen Auftrittsmöglichkeiten für Nachwuchsmusiker*innen aller Sparten haben den Klarinettisten Wolfgang Meyer bewegt, das Projekt „Hemingway Lounge“ zu wagen. In der ersten Zeit war das Lokal noch vorrangig eine gastronomische Einrichtung – eine Lounge eben. Dies hat sich rasch geändert. Mit der Gründung des Vereins Klangkunst e. V. 2009 kamen die von ihm geförderten Abendkonzerte in das Lokal hinzu, flankiert vom eigenen Programm der Veranstalter Meyer/Domino mit Jazz- und Klassik- Konzerten und dem traditionellen „jazz & classic market“ an Samstag(vor)mittagen. BarJazz live „Zarte Töne“ an Donnerstagen, der monatliche Kult-Talk „music, life et cetera“ von und mit Ulli Eidenmüller und einem Ehrengast wurden in das Programm aufgenommen.

Wolfgang Meyer und Christiane Domino
Wolfgang Meyer und Christiane Domino


Ulli Eidenmüller Vorstandsvorsitzender
Ulli Eidenmüller Vorstandsvorsitzender


Peter Lehel Quartet
Peter Lehel Quartet

Die clubähnlichen Räumlichkeiten mit etwa 70 Sitzplätzen an kleinen Tischen und an der Bar verfügen über einen über 100 Jahre alten Blüthner-Konzertflügel, die Gäste sitzen eng beieinander und genießen wortwörtlich Live-Konzerte „zum Anfassen“, denn die Musiker spielen nur einen Schritt von den Tischen entfernt. Nicht zu unterschätzen war vor allem die regelmäßige finanzielle Förderung des Vereins seitens der Sparda Bank Baden-Württemberg. Von 2010 bis 2015 sorgten die gemeinsam ins Leben gerufene monatliche Konzertreihe „Sparda JazzAround @ Hemingway Lounge“ sowie die Unterstützung besonderer Jazztalente an den Samstag(vor)mittagen im Rahmen des „Sparda JazzAround Newcomer JazzMorning“ bald für ein volles Haus.
Die Konzeption der Jazz-Konzerte verdankt die Hemingway Lounge vor allem dem Saxofonisten, Komponisten und Arrangeur Peter Lehel,  der den Veranstaltern von Anfang an beratend zur Seite stand und auch die Reihe „Sparda JazzAround @ Hemingway Lounge“ kuratierte. Peter Lehel’s eigenes Quartett ist in der Lounge „Quartet in Residence“. Mit Reihen wie „Jazz wanted“, „Jazz History“, „Pearls of Pop“ oder „Chamber Jazz“ hat das Peter Lehel Quartet das Publikum immer wieder zu standing ovations bewegt. International renommierte Musiker wie Richie Beirach, Joel Frahm, Dusko Goykovich, Rick Margitza, Kálmán Oláh, Jim Snidero, Ulf Wakenius oder Ernie Watts und große Namen der deutschen Jazzszene wie Jonas Burgwinkel, Barbara Dennerlein, Emil Mangelsdorff, Johannes Mössinger, André Nendza, Kristjan Randalu, Karolina Strassmayer oder auch Wawau Adler fanden über die Jahre den Weg in das Musiklokal.
Wolfgang Meyer sorgte für die klassischen Konzerte und bat Stars wie die Klarinettistin Sabine Meyer, den Geiger Nicolas Chumachenko oder auch das Carmina Quartett und das Ensemble Chabot auf die außergewöhnliche Bühne. Selbst die weltberühmten „The King’s Singers“ gaben sich bei einer Stippvisite in der Hemingway Lounge die Ehre.
Einmalig: Mit „GET TOGETHER! Sandie Wollasch lädt ein …“ etablierten Christiane Domino und Sandie Wollasch eine Reihe, bei der die Sängerin mit der unverwechselbaren Stimme und Grenzgängerin zwischen den Genres Größen des Jazz oder Pop zum gemeinsamen Musizieren zusammenbringt.
Seit April 2016 haben die Gründer die Geschicke der Hemingway Lounge in die Hände des Vereins KlangKunst in der Hemingway Lounge e. V. gelegt. Im selben Jahr wurde der Verein zudem in den Jazzverband Baden-Württemberg aufgenommen. Neue Formate sorgen seitdem für eine noch größere Programmvielfalt: der Dauerbrenner „opera on tap“, die „Musik-Plauderei“, Lesungen mit Musik, „Europa heute“ und der bunte Genre-Mix bei „Herbie’s Specials“ runden das kulturelle Angebot ab.

Ensemble Chabot

Ernie Watts

Sandte Wollasch

Mittlerweile sind es 560 Mitglieder, die das facettenreiche Programm unterstützen. Die Partnerschaft mit dem SANDKORN im Theaterhaus in der Kaiserallee ermöglicht seit 2017 im Rahmen der „Special Edition . Hemingway Lounge goes SANDKORN“ eine Bühne für Konzerte mit größeren Ensembles und Platz für über 160 Gäste.
Zehn Jahre Hemingway Lounge – das sind zehn Jahre hochkarätige Musik, spannende Gespräche und begeisternde Abende bei feinen Getränken und leckeren Snacks. Das Musiklokal mit hautnah erlebbaren Konzerten ist in Karlsruhe eine Spielstätte mit einzigartiger Atmosphäre und ein Aushängeschild für die Kulturlandschaft der Stadt.

Wolfgang Meyer . Der großartige Klarinettist

„Mit Wolfgang Meyer verliert die Musikwelt einen großartigen Klarinettisten, der in der Klassik zu Hause, aber durchaus offen für andere Musikstile war. Viele Jahre lehrte er an der Musikhochschule Karlsruhe und prägte das Musikleben der Region.“ SWR2 . 19.3.2019
Als Initiator der Hemingway Lounge ebnete er jungen Talenten einen Weg von der kleinen intimen Bühne des 2008 gegründeten Musiklokals auf die großen Schauplätze der Welt.

Vor allem die Musik zur besten Marktzeit und die damit verbundenen Auftrittsmöglichkeiten für Nachwuchsmusiker*innen aller Sparten haben den Klarinettisten Wolfgang Meyer und seine Frau Christiane Domino bewegt, das Projekt „Hemingway Lounge“ zu wagen. Mit der Klassischen Reihe brachte er große Interpreten in das Lokal. Die berühmte Schwester Sabine Meyer, The King’s Singers, Nicolas Chumachenko u. v. a.
Das Ziel hat Wolfgang Meyer erreicht. Die clubähnlichen Räumlichkeiten mit etwa 70 Sitzplätzen an kleinen Tischen und an der Bar, die über einen über 100 Jahre alten Blüthner-Konzertflügel aus seinem Besitz stammend, verfügen, ist für die Gäste eine Spielstätte mit einzigartiger Atmosphäre. Die Musiker spielen nur einen Schritt von den Tischen entfernt, das Publikum sitzt eng beieinander und erlebt die Musik in der Hemingway Lounge mit einer ganz besonderen Intensität, wortwörtlich Live-Konzerte „zum Anfassen“!
Seit April 2016 haben die Gründer Meyer & Domino die Geschicke der Hemingway Lounge in die Hände des 2009 gegründeten Vereins KlangKunst in der Hemingway Lounge e.V. gelegt, der ganz in seinem Sinne das Programm weiterführt und ergänzt.

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Für alle Musikliebhaber*innen war Wolfgang Meyer der große Meister der Klarinette, dessen Klang so sanft, warm und melodisch alle in den Bann zog. Sein Klarinettenspiel war ein höchster Genuss! Seine über die Grenzen der Klassik hinausgehenden Projekte mit dem berühmten Saxophonisten und besten Freund Peter Lehel, haben die Zuhörer regelrecht vom Hocker gerissen! „Standing ovations“ und immer ein ausverkauftes Haus, auch bei Wiederholungskonzerten, waren die Regel!

Als Mensch begegnete man ihm absolut unkonventionell, immer ruhig, bescheiden und freundlich. Ein bisschen verschmitzt, ein bisschen weise erzählte Wolfgang Meyer manchmal von seinen Musikreisen durch die Welt, den Begegnungen mit großen Persönlichkeiten, so manchen Anekdoten und Erlebnissen aus der Kindheit. Von der Krankheit gezeichnet, kam er in den letzten Jahren immer seltener abends bei einem Konzert kurz in die Hemingway Lounge. Er setzte sich auf seinen angestammten Platz an dem Bartisch hinter der Eingangstüre! Ab und zu verweilte er noch nach dem Konzert inmitten des in der Lounge gewonnen Freundeskreises. Ein kurzes Gespräch, einen Schluck seines Lieblingsgetränks und alle freuten sich jedes Mal so sehr Wolfgang Meyer dabei zu haben.

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Wolfgang Meyers Tod am Sonntag 17. März 2019 stimmt alle unendlich traurig, sein Wirken, seine Musik und seine Freundschaft werden ewig nachklingen und weiterleben.